Russland

Zum russischen Leben gehört der Besuch eines Dampfbades. Es soll sehr nützlich sein, hilft bei Erkältungen sowie Stressabbau und psychischen Störungen. Heute trifft man sich immer noch gerne an diesem Ort, es wird danach Bier getrunken, die Menschen unterhalten sich lange miteinander. Sie genießen einfach den Tag.

Andere Gewohnheiten und Bräuche

Das sozialistische System in Russland hatte seine Gewohnheiten und Bräuche. Wenn Jüngere im Bus fahren und es steigen ältere Menschen ein, so stehen sie unbedingt auf und bieten ihren Platz an.
Im Sommer sind die meisten mit ihren „Datschas“ beschäftigt. Sie ernährt die ganze Familie. Wer zum Beispiel in der Stadt wohnt und keinen eigenen Garten dort hat, profitiert von der Ernte auf diesem Stück Land. Es wird dann Marmelade gekocht, konserviert usw. Man macht Vorräte für den langen Winter.
Zu Besuch geht man in Russland nicht erst dann, wenn man sich verabredet hat. Die Gäste stehen oft ganz unerwartet in der Tür.

Heirat und Familie

Die jungen Menschen heiraten ganz früh – das durchschnittliche Alter beträgt 18-23 Jahre. Bis zur Hochzeit darf man nicht zusammen wohnen, erst nach dem Heiraten zieht man dann in eine gemeinsame Wohnung.
Ist das Kind noch nicht geboren, sollte im Voraus nichts gekauft werden, erst später, wenn es schon da ist, weil es ansonsten zu Problemen führen könnte. So ist der Brauch.
Wenn ein junger Mann seine Dame zum Essen ausführt, wird er selbst alles bezahlen, die Dame ist eingeladen und übernimmt keine Kosten.

Wichtige Feiertage

Die Russen haben etliche Feiertage, aber einer der wichtigsten ist das Neujahr. Die Tradition der Feier des neuen Jahres mit einem Weihnachtsbaum erschien in Russland unter Peter I. Im Jahre 1699 erließ er ein Dekret, dass eine neue Ära einleitete – die Geburt Christi. Er befahl, das neue Jahr wie Europäer zu feiern – am 1. Januar. Der Zar forderte alle Einwohner von Moskau auf, das neue Jahr mit Feuerwerk zu begehen, man gratulierte einander, dekorierte Häuser mit Nadelbäumen.