Am Freitag, dem 03. August 1492 brach Christoph Kolumbus mit einer kleinen Flotte von drei Schiffen auf, um einen westlichen Seeweg nach Indien zu finden. Nach mehr als zwei Monaten einsamer Fahrt auf offener See erreichte er endlich wieder Festland, die Insel Guanahani, heute bekannt als San Salvador. Damit war er der Erste, der den Atlantischen Ozean überquert hatte, abgesehen von einigen Normannen, die bereits im Jahre 1000 von Grönland aus Richtung Amerika gesegelt waren.
Der Atlantik gestern und heute
Heute gilt der Atlantische Ozean mit seinem regen Transitverkehr als das verkehrsreichste Weltmeer. Man kennt ihn auch unter dem Namen Atlantik.
Der Atlantik, in der griechischen Mythologie Meer des Atlas genannt, ist das zweitgrößte Weltmeer nach dem Pazifik. Er bedeckt mit ca. 106 Millionen Quadratkilometern ein Fünftel der Erdoberfläche. Entstanden durch die Teilung des Urlandes Gondwana vor 200 Millionen Jahren, trennt der Atlantische Ozean Europa und Afrika auf der einen Seite vom amerikanischen Kontinent auf der anderen Seite. Man unterteilt ihn aufgrund seiner Ausrichtung in Nord- und Südatlantik. Die durchschnittliche Tiefe beträgt ohne Nebenmeere fast 4000 Meter.
Über den Atlantischen Ozean hinaus
Zu den Nebenmeeren zählen Nord- und Ostsee, Amerikanisches und Europäisches Mittelmeer mit Schwarzem Meer, Europäisches Nordmeer, Baffin Bay, Hudson Bay und Labradorsee. Seine größte Tiefe erreicht der Atlantische Ozean im Puerto-Rico-Graben mit 9219 m, bekannt unter dem Namen Milwaukee-Tiefe. Der mittlere Küstenabstand beträgt ca. 600 Kilometer, der größte 2050 Kilometer. Im Atlantischen Ozean gibt es bedeutende Temperaturunterschiede. Die höchsten Wassertemperaturen gibt es im Golf von Mexiko und bei Guinea mit 26 bis 28 Grad Celsius. Nach den Polen zu sinken die Temperaturen auf bis zu -1 Grad Celsius. Es kommt zu Vereisungen in den polaren und zum Teil in den im gemäßigten Klima liegenden Meeresteilen. Der Salzgehalt schwankt zwischen 3,2 Prozent in den Polargebieten und 3,7 Prozent im Gebiet der Wendekreise.
Der Mittelatlantische Rücken teilt den Atlantischen Ozean in zwei Großmulden. Es gibt bedeutende Erdöl- und Erdgasvorkommen.