Afrikanische Küche

In großen Kontinenten wie Asien oder Afrika ist es schwierig, von einer einheitlichen Kultur zu sprechen. Das gilt auch für die Küche. Gibt es zum Beispiel die afrikanische Küche? Unter Vorbehalt kann man sagen, ja. Grob unterteilt man sie in die äthiopische, die nordafrikanische, die schwarzafrikanische und die südafrikanische Küche.
Die äthiopische Küche (Äthiopien und Eritrea) zeichnet sich durch die Verwendung des Sauerteig-Fladens Injera aus, mit dem das Gemüse gegriffen und zum Mund geführt wird und der somit das Besteck ersetzt. Fleisch wird auch gegessen, sofern man es sich leisten kann. Allerdings gibt es religiöse Einschränkungen: Kein schweinefleisch und zweimal die Woche muss ganz darauf verzichtet werden, dann wird Linsenbrei gegessen.
Die nordafrikanische (nördlich der Sahara) Küche ist sehr arabisch beeinflusst, sie erinnert stark an die Küche des nahen Ostens, wie man sie aus dem Libanon kennt. Typisch ist hier Couscous, eine starke Würzung der Gerichte mit  Zimt, Kreuzkümmel, Muskat, Safran und Koriander und die Verwendung von Lammfleisch. Trocken-und Hülsenfrüchte wie Kichererbsen sind ebenfalls wichtig. Pfefferminze wird meist im Tee, aber auch in einigen Speisen eingesetzt. Sie lässt sich also mit der orientalischen Küche gut vergleichen und ist als einzige auch unkompliziert über den Lieferservice bestellbar.
In Schwarzafrika (West-, Ost, Zentralafrika) ist Getreidebrei aus Maniok, Mais oder Hirse die Nahrungsgrundlage. Dazu gibt es einen Eintopf aus Gemüse, selten auch zusätzlich mit Fleisch. In den Küstenregionen wird viel Fisch gegessen, gekocht oder gegrillt. Es werden auch viele Früchte verwendet, hauptsächlich Ananas, Kochbananen und Zitrusfrüchte, darum nennen viele Schwarzafrika auch die Obstkiste. Erdnüsse und Erdnussbutter werden häufig konsumiert.
Die südafrikanische Küche, wie sie am Kap gekocht wird, weist zahlreiche europäische und asiatische Einflüsse auf. Andersherum hat die afrikanische Küche unsere kaum beeinflusst. Viele Caterer haben sie leider noch nicht für sich entdeckt und es gibt wenige Restaurants, in denen sie angeboten wird.